Klassika: Johannes Brahms (1833-1897): An Eine Aeolsharfe

June 30, 2024, 4:54 am

AdUnit Mobile_Pos3 AdUnit Content_2 Auch die weiteren Lieder von Brahms: An eine Äolsharfe, Meerfahrt, das Regenlied oder das Geistliche Wiegenlied offenbarten die herausragende Liedkunst der Interpretin, fabelhaft einfühlsam und technisch versiert von Alexander Fleischer am Klavier begleitet. Bei Bridge, Corigliano und Brahms wirkte an der Bratsche und Violine Peter Stein als lebhaft gestaltender Partner mit. Den ersten Satz der vom Regenlied inspirierten Sonate G-Dur op. 78 von Brahms spielte er ganz nah und intonationsrein. Konzert von beachtlichem Niveau - Kultur. Fundgrube mit Raritäten Eine reich dargebotene Fundgrube mit einigen Raritäten animierte das lebhaft mitfühlende Publikum zu regem Interesse, wenngleich die Inhalte der Lieder zu keinen spektakulären Reaktionen verleiteten. Im Wirbel ausbrechender Gefühlswallungen und in der hin und wieder behutsam dahingleitenden Klavierbegleitung wähnte sich der Pianist wohl zuhause, teilte er mit der Gesangsolistin den bewundernswerten Gleichklang ganz am Textgeschehen. Ingeborg Danz passte frappierend überzeugend ihren Ausdruck den mal lebhafteren mal besinnlicheren Liedern an, wirkte den ganzen Abend souverän.

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Liedtext: Angelehnt an die Efeuwand Dieser alten Terrasse, Du, einer luftgebor'nen Muse Geheimnisvolles Saitenspiel, Fang' an, Fange wieder an Deine melodische Klage! Ihr kommet, Winde, fern herüber, Ach! von des Knaben, Der mir so lieb war, Frischgrünendem Hügel. Und Frühlingsblüten unterweges streifend, Übersättigt mit Wohlgerüchen, Wie süß, wie süß bedrängt ihr dies Herz! Und säuselt her in die Saiten, Angezogen von wohllautender Wehmut, Wachsend im Zug meiner Sehnsucht, Und hinsterbend wieder. Brahms an eine aeolsharfe e. Aber auf einmal, Wieder Wind heftiger herstößt, Ein holder Schrei der Harfe Wiederholt mir zu süßem Erschrecken Meiner Seele plötzliche Regung, Und hier, die volle Rose streut geschüttelt All' ihre Blätter vor meine Füße!

Die charakteristisch gemischte, zwischen Grabesgeruch und Blütenduft schwankende Stimmung des Gedichts wird in immer neuen Wortzusammenstellungen beschworen: "melodische Klage", "frisch grünender Hügel", "wohllautende Wehmut", "holder Schrei", "süßes Erschrecken". Der Wohlgeruch ist einer von Frühlingsblüten, also einer von Zukunft und Werden, von Neuheit und Aufbruch. Auch hierzu bringt das Gedicht das Gegenbild: das herbstliche Bild der die Blätter verlierenden Rose, ein Bild von Vergangenem und von Vergehen, von Abschied und von Alter. Brahms an eine aeolsharfe die. Die Einteilung des Gedichts in drei unterschiedlich lange Strophen mit unterschiedlich langen reimlosen Zeilen wird von Brahms aufgenommen und durch eine zwischen Rezitativ und liedhaft gebundener Komposition schwankende Formgebung noch betont. Diese Formgebung ist offensichtlich inspiriert durch die Zeile "fange wieder an deine melodische Klage": Das Rezitativ bildet hier das Vorspiel zum Eigentlichen, der "melodischen Klage" des mit dem in der Folge fast durchgehend beibehaltenen Begleitmotiv einsetzenden liedhaften Hauptteils.

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1955), "An eine Äolsharfe", op. 66 ( Zwei Mörike-Liede) no. 1 (2003/4), published 2004 [ low voice and piano] [sung text not yet checked] by Hugo Wolf (1860 - 1903), "An eine Äolsharfe", from Mörike-Lieder, no.

Auffallend war ihre Fähigkeit, den leisen Tönen viel Ausdruck zu verleihen und die freie sowie die unbeschwerte Gestaltung der lyrischen Bögen. AdUnit Mobile_Pos4 AdUnit Content_3 Ein Konzert von beachtlichem Niveau.

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Dieser harmonische Aufhellungsprozess korrespondiert mit einem der Lage: Die Akkorde des Beginns stehen in der Tenor/Bass-Lage des Klaviers und werden, zunächst nur allmählich, in höhere Lagen geführt. Der doppelte Aufhellungsprozess ist bei den Worten "geheimnisvolles Saitenspiel" an ein Ziel gekommen. Das Saitenspiel deutet sich an in der nun bewegteren und in der Sopran/Alt-Lage angesiedelten Begleitung, die die Vierteltriolen des späteren Begleitmodells vorwegnimmt. Die Gesangsstimme wird nun melodisch belebter. An eine Äolsharfe | Song Texts, Lyrics & Translations | Oxford Lieder. Konsequent ereignet sich die erste melismatische Textkomposition auf dem Wort "melodisch". (Brahms lehnt sich hier an die opernhafte Folge Secco – Accompagnato an; es ging ihm offenbar, das zeigt auch die erwähnte vertraut anmutende Akkordfolge, um eine typische Gestaltung. ) Das Moment von behutsamer Tonmalerei – Akkorde in hoher Lage, verschwimmende Rhythmik durch das Gegeneinander von Vierteln und Vierteltriolen: beides wohl als Äqui­valent des sphärischen, ungreifbaren Klangs der Äolsharfe gemeint – wird im in Takt 25 ein­setzenden Begleitmodell des Klaviers wieder aufgenommen: Viertel und Vierteltriolen sowohl nacheinander (in der linken Hand) als auch übereinander (zum ersten Mal in Takt 31), dazu eine überwiegend hohe Lage des Klavierparts, insbesondere der rechten Hand.

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